Auf dem Arnstein

Mit dem Nationalparkbus fahren wir von Schandau durch das Kirnitzschtal, vorbei am Lichtenhainer Wasserfall, bis zur Buschmühle, einer besonders bei Bergsteigern beliebten Ausflugsgaststätte. Gegenüber führt der Wanderweg - ein Teil des Malerwegs -nach oben, gut ausgeschildert. 40 Minuten sind als Wanderzeit angegeben. Zum eigentlichen Aufstiefg weist allerdings nur eine kleines Schildchen, also gut aufpassen. Was das "R" auf dem Schildchen bedeutet, habe ich noch nicht herausfinden können. Nun beginnt eine abenteuerliche Kletterei über hölzerne und steinerne Stufen, zum Teil uralt und ausgetreten, mit Griffen und Seilen, hinauf zur alten Raubritterburg.

Der Arnstein ist berühmt für seine Ritzzeichnungen im Fels. Die Schleuder und das Gesicht sind am leichtesten zu finden.

Ein Pfeil weist zur Höhle, dorthin führt ein schmaler Felsspalt. Dann steigen wir zum Plateau hinauf. Überwältigensd ist der Ausblick auf die Schrammsteine, den Falkenstein und die Affensteine mit dem Bloßstock. Eichen und Birken erinnern an die einstigen Besitzer dieser Burgstätte: die Berken von der Duba. Sie verpfändeten den Felsen an Siegmund von Wartenberg, der von hier aus die Sechsstädte bedrohte, so dass der Kurfürst und die Bürger der Städte ihn 1436 belagerten und zum Waffenstillstand zwangen.

Nach dem Abstieg erwartet uns in der Buschmühle ein leckeres Mahl. Bei den letzten Hochwasern wurde die Mühle stark geschädigt, doch mit Hilfe der Bergsteiger und anderer Naturfreunde wieder aufgebaut. Mehrere Kletterklubs - darunter der Pantoffelkletterklub - haben hier ihr Stammlolkal. Donnerstags ist Ruhetag.

Wir wandern noch ein kleines Stück an der Kirnitzsch entlang bis zur Wehranlage der Neumannmühle, die mit ihrer "Rauen Rampe" den Tieren ein Passieren stromauf und stromab ermöglicht. Hydrobiologen der TU Dresden bestätigten die biologische Durchgängigkeit der Anlage.

Die technische Schauanlage heben wir uns für einen anderen Tag auf und wandern auf dem Flößersteig bachabwärts bis zur nächsten Bushaltestelle.